Von Bern via München in die Welt

Der Flughafen Bern wird von einer neuen Fluggesellschaft angesteuert. Ab Ende März bedient die britische Gesellschaft BMI die Strecke Belp–München.

Die britische Fluggesellschaft BMI kommt nach Bern: In Zusammenarbeit mit der Lufthansa wird sie ab Ende März drei Mal täglich von Belp aus den Flughafen München anfliegen. Damit konkurriert BMI mit der Berner Fluggesellschaft Skywork, die bereits heute zweimal pro Tag in die bayrische Landeshauptstadt fliegt.

Nahtlose Verbindung in 200 Destinationen

BMI-Sprecher Colin Lewis sieht darin keine Konkurrenzsituation: «Wir streben einen völlig anderen Markt als Skywork an. Skywork eignet sich hervorragend, wenn man von Bern nach München gelangen und von dort aus nicht weiterfliegen will. Wollen Fluggäste in München nur zwischenlanden, wird es allerdings umständlich – denn dann müssen die Fluggäste ihre Koffer abholen und neu einchecken.»

Bei den Flügen von BMI handle es sich hingegen um Codeshare-Flüge in Zusammenarbeit mit der Lufthansa. Dadurch seien über das Drehkreuz München nahtlose Verbindungen zu 200 weltweiten Zielen möglich.

Dass Gäste von Skywork in München neu einchecken müssten, stimmt laut SkyWork-Pressesprecher Max Ungricht jedoch nicht: «Diese Aussage ist falsch. SkyWork-Kunden können selbstverständlich auf allen weiterführenden Verbindungen mit IATA-Airlines durchchecken lassen.»

Skywork fliegt früher

Beim Flughafen Bern freut man sich, gemeinsam mit BMI das Angebot ausbauen zu können. «Wir als Flughafen haben den Auftrag, Bern mit Direktflügen und Umsteigemöglichkeiten an Europa und die Welt anzubinden. Deshalb werden wir auch weiterhin mit diversen Fluggesellschaften in Kontakt stehen», sagt Daniel Steffen, Mediensprecher des Flughafens Bern.

Skywork wisse das und letztlich entscheide der Markt über Angebot und Nachfrage. «Skywork hat aber auch weiterhin den Vorteil, früher von Bern abheben zu können. Geschäftsleute, die München anpeilen, sind deshalb mit Skywork im Vorteil.» Während die künftigen Flüge von BMI um 8.30 Uhr starten werden, fliegt Skywork bereits um 6.30 Uhr.

Für Skywork «unklug»

Bei Platzhirsch Skywork stellt sich aber gar keine Freude an der neuen Situation ein. Es sei unklug, wenn sich Airlines in Bern auf bestehenden Strecken konkurrenzierten, sagte Skywork-Sprecher Max Ungricht auf Anfrage. Das Passagieraufkommen im Raum Bern sei nicht gross genug für so viele Flüge nach München.

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