Vom Mega-Puzzle bis zum Mini-Rennwagen

In Bern leuchten derzeit nicht nur Kinderaugen: An der Spiel- und Familienmesse Suisse Toy präsentieren auf dem Bernexpo-Gelände Spielehersteller ihre neusten Attraktionen.

Vom 1. bis 5. Oktober verwandelt sich das Bernexpo-Gelände in eine riesige Spielwiese: Hersteller aus der ganzen Welt präsentieren an der Suisse Toy in vier Hallen Faszinierendes aus ihrer Branche. So hängt schon in der Eingangshalle ein Puzzle so gross wie zwei Garagentore. «Es handelt sich dabei um eines des grössten in Serie gegangenen Puzzles», erklärt Mathias Vassali, Mediensprecher von Ravensburger. Das Riesen-Puzzle besteht aus 32’000 Teilen – aufgeteilt in verschiedene kleine Bilder – und ist in acht separaten Säcken verpackt. «Anders wäre es kaum möglich, es zusammenzusetzen», sagt Vassali.

Ein weiterer Trend sei bei den klassischen Brettspielen zu beobachten. Dieser führe entweder zu sehr einfachen Spielen oder zu einer Elektronisierung klassischer Brettspiele, so Vassali. «Wollte man früher ein komplexes Spiel spielen, musste man sich nicht selten mit einer 15-seitigen Spielanleitung auseinandersetzen. Dafür haben die Leute heute keine Zeit mehr. Es muss schnell gehen oder eben elektronisch sein.» Ein Beispiel für Letzteres sei das Gesellschaftsspiel «Yes or kNOw». Hier sitzen sich Spieler mit Kopfhörern gegenüber. In der Mitte des Spiels ist ein Smartphone an einer Halterung befestigt und führt mit Hilfe der installierten Spiel-App als interaktiver Spielleiter durch das Quiz.

Empire State Building aus Lego

An der Ausstellung mit dabei ist auch Klötzli-Gigant Lego, dessen Präsentationsfläche Hobby-Konstrukteure aller Alterskategorien anzieht. «Bei Lego sind dieses Jahr verschiedene Trends zu beobachten», erklärt Marcel Amsler, Geschäftsführer der Amsler Spielwaren AG. «Architektur hat bei Lego schon immer eine grosse Rolle gespielt, doch nun kann man historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten detailgetreu nachbauen.» So zum Beispiel den Schiefen Turm von Pisa, den Eiffelturm oder das Empire State Building. Neu sei auch eine verstärkte Zusammenarbeit von Lego mit externen Partnern. «Für den neuen Lego-Bagger haben wir zum Beispiel Volvo als Partner eingespannt. Dieses Fahrzeug gibt es so auch in echt.»

Elektro-Kart für die Kleinen

Doch nicht nur Tüftler und Quizkönige kommen an der Suisse Toy auf ihre Kosten, sondern auch jene, die lieber aufs Gaspedal drücken. Am Stand von Outdoor-Spezialist Razor können Speed-Junkies den Crazy Cart testen, einen Elektro-Kart in dem Fahrer mit bis zu 19 km/h über den Asphalt düsen können. Was nach Schneckentempo klingt, ist mit grossem Fahrspass verbunden, nicht zuletzt wegen der unmittelbaren Nähe zum Boden und der sensiblen Lenkung. «Das Beste am Crazy-Cart-Fahren ist, dass es nie langweilig wird», erklärt Nick Tache, Marketing Koordinator von Razor. «Man macht schnell grosse Fortschritte und hat bereits nach kurzer Zeit coole Tricks drauf.» Eine Bremse hat der Elektro-Kart nicht – angehalten wird (ähnlich wie beim Ski-Fahren) per Drehstopp.

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