Gymeler suchen Käufer für Kondom-Abo-Firma

Eigentlich war No Shame ein Maturarbeits-Projekt. Doch dann wurden die Jungunternehmer von ihrem eigenen Erfolg überwältigt: Nun verkaufen sie ihre Mini-Firma.

Im vergangenen Jahr hatten fünf geschäftstüchtige Gymnasiasten eine innovative Idee: Im Rahmen ihrer Maturarbeit gründeten die Freiburger Jungs No Shame, eine Firma, die Kondom-Abos anbietet. «Bei No Shame kann man sich Präservative per Post liefern lassen», erklärt Co-CEO Joël Poffet. Gründe für ein Kondom-Abo gebe es mehrere: «Es gibt Kunden, die sich schämen, Kondome im Laden zu kaufen.» Dies sei vor allem bei Jugendlichen der Fall. «Andere haben schlichtweg keine Zeit oder Lust, für Kondome in den Laden zu gehen. Sie lassen sie sich deshalb bequem und zuverlässig nach Hause liefern.»

Mittlerweile konnte No Shame zahlreiche Erfolge feiern: «Wir waren in vielen Medien präsent und konnten an manchen Tagen über 30’000 Besucher auf unserer Website verbuchen», sagt Joël Poffet. Auch wurde das Unternehmen von Young Enterprise Switzerland (YES) für seine Webseite gekürt und vom Publikum als bestes Start-Up der Schweiz gewählt. Momentan beliefern die Jungunternehmer über 100 Kunden regelmässig mit Kondomen.

No Shame will seinen Kunden treu bleiben

Doch nun nimmt das Projekt eine Grösse an, die den fünf Gymnasiasten über den Kopf zu wachsen droht: «Wir sind alle noch im vierten Gymi-Jahr», erklärt Joël Poffet. «Am Anfang wurde das Projekt noch schulisch unterstützt, doch schon damals haben wir sehr viel Freizeit dafür investiert.» Nun sprenge der Aufwand allerdings den Rahmen. «Neben der Schule ein so grosses Projekt zu betreuen liegt einfach nicht mehr drin. Trotzdem möchten wir, dass es mit No Shame weitergeht. Deshalb suchen wir nach Käufern.»

Einen konkreten Preis für No Shame nennt Poffet nicht – er dürfte sich jedoch im fünfstelligen Bereich bewegen. Wichtig ist den Gymnasiasten vor allem, dass das Unternehmen in Schweizer Händen bleibe. «Wir haben mittlerweile unsere Stammkunden und die möchten wir weiterhin beliefern können», sagt Poffet. Mittlerweile ist der Online-Shop wegen der grossen Nachfrage zu. Bisherige Kunden müssen trotzdem nicht um ihre Kondome bangen: Sie erhalten sie weiterhin per Post nach Hause geliefert.

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