Die Sonne trübt die Weihnachtsstimmung

Viel Sonnenschein und Temperaturen um die 7 Grad lockten am Wochenende zahlreiche Berner nach draussen. Die meisten sehnen sich jedoch nach einer weissen Weihnacht.

Ob im Berner Rosengarten, an den Weihnachtsmärkten oder auf der Bundesterrasse: In der ganzen Stadt genossen die Berner am Wochenende das sonnige Wetter. So etwa Vater Jan und Sohn Max von Bodisko aus Bern, die im Rosengarten picknickten: «Das schöne Wetter wäre mit Schnee noch viel schöner», so Vater Jan, «doch wir wollen uns nicht beklagen – Hauptsache wir können picknicken.» Auch Vasile Cotovalis, der mit Sohn Vlad am Rosengarten zu Mittag isst, sieht die Sache positiv: «Wir suchen immer mal wieder Sonnenplätze auf, damit Vlad ausreichend mit Vitamin B versorgt wird», sagte der Informatiker aus Zürich.

«Weihnachten ohne Schnee ist nicht dasselbe»

Am Weihnachtsmärit auf dem Münsterplatz trug Glühwein zum Wohlbefinden der Besucher bei. Den Märit genossen Pharmaassistentin Renate Schürch und Polizist Matthias Käser aus Fribourg, bei denen allerdings trotz Adventsmarkt keine Weihnachtsstimmung aufkommen wollte: «Weihnachten ohne Schnee ist einfach nicht dasselbe», so Renate Schürch. Und auch Besucher Andre Schön hätte lieber weisse Weihnachten: «Ich wäre jetzt ehrlich gesagt lieber auf der Skipiste», so der Geschäftsleiter aus Bern.

Minigolfplatz statt Skipiste

Tatsächlich sei das Wetter in diesen Tagen fast besser zum Minigolfen als zum Skifahren, meint Meteorologe Nicola Möckli von Meteonews.ch. Bis und mit Heilig Abend bleibt es im Flachland mit Tagestemperaturen von 6 bis 9 Grad relativ mild. «Noch auffälliger sind jedoch die hohen Temperaturen in den Bergen», so Möckli. Die Nullgradgrenze bewegt sich bis am Mittwoch zwischen 2500 und 3000 Metern über Meer. Entsprechend muss jeder, der weisse Weihnachten möchte, dieses Jahr hoch hinaus.

«Sicher Skifahren kann man in den Skigebieten beispielsweise von Davos oder Saas-Fee, doch die Dörfer selber sind auch dort schneefrei», sagt Möckli. Das dürfte sich am Weihnachtstag ändern – gemäss Prognosen erreicht die Schweiz dann eine Kaltfront. Diese bringt Regen, gegen Abend sowie in der Nacht auf den Stephanstag möglicherweise sogar einige Schneeflocken bis in tiefe Lagen.

Noch unklar ist laut Möckli, wie das Wetter über Neujahr wird. So oder so muss man aber nicht verzweifeln, sollte man auf Weihnachten eine warme Jacke geschenkt bekommen: «Es gibt diesen Winter sicher noch genügend Möglichkeiten, diese anzuziehen.»

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