Die «Morchel» wird umgeschmückt

Die Kritik am Weihnachtsbaum auf dem Bundesplatz trägt Früchte: Die Tanne wird nun umdekoriert. Am Freitagabend soll das Werk vollendet sein.

Das «Azündfescht» vom letzten Donnerstag war ein voller Erfolg; der beleuchtete Weihnachtsbaum hingegen sorgte bei vielen Besuchern für lange Gesichter. Als «hässlicher Besen» wurde die Tanne von einem 20-Minuten-Leser beschimpft, als «Zitronenpresse» von einem anderen. Auch auf Twitter wurde gespottet: Der Weihnachtsbaum sehe aus wie eine «Morchel».

Nun reagiert die Bernexpo Groupe, die den Baum gesponsert hat. «Dadurch, dass die Bevölkerung per Facebook die Farbe des Baumes bestimmen kann, wollten wir ein innovatives Konzept mit dem Weihnachtsbaum verknüpfen», sagt Projektleiter André Caradonna. «Wenn jetzt Stimmen laut werden, die den Baum nicht schön finden, reagieren wir darauf. Denn in erster Linie ist es ein Weihnachtsbaum für die Bevölkerung.»

Aus Neu mach Alt

Am Mittwoch begannen deshalb Arbeiter mit der Umdekoration der Tanne. Der Weihnachtsbaum soll neu traditioneller daherkommen und somit eine weihnachtlichere Atmosphäre versprühen. «Die Ketten, die vertikal angeordnet waren, haben die Leute zu wenig an einen Weihnachtsbaum erinnert», so Caradonna. Ausserdem sei der Baum gemäss Rückmeldungen der Leute nicht ausreichend geschmückt gewesen. Dies solle sich nun ändern. «Wir gehen davon aus, dass ein traditionell geschmückter Baum eher dem Geschmack der breiten Bevölkerung entspricht.»

Die Umschmückung werde voraussichtlich bis Mittwochnachmittag andauern, dann werde man sehen, wie weit man gekommen sei. «Falls wir noch nicht so weit sind, würde heute Nacht die Weihnachtsbeleuchtung ausnahmsweise ausfallen. Wir gehen aber davon aus, dass die neue Beleuchtung bis Freitagabend ganz sicher steht.»

«So wie in Amerika»

Am Ort des Geschehens ist man deshalb fleissig an der Arbeit. Die Betreuerinnen und die Sprösslinge der KITA Wabern schauen den Mitarbeitern bei der Umdekoration zu. Sie wünschen sich vor allem Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, und falls es damit nicht klappen sollte, dann wenigstens einen pompöseren Baum «so wie in Amerika». Auf einen Weihnachtsstern wird die Rottanne am Bundesplatz jedoch verzichten müssen: «Die Tanne ist mit drei Spitzen gewachsen», erklärt Mitarbeiter Fabio Stüssi. Vielleicht kann ja der «Stern» auf der Bundeskuppel als Ersatz herhalten.

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