Berner lernen das Surfen an der Aare

Wellenbrettlen war gestern: Berner Wasserratten wollen nun auf der Aare surfen. Die ersten zwei Bungee-Surf-Kurse waren diesen Sommer ausgebucht – nun wird expandiert.

Auf der Aare surfen: davon scheinen immer mehr Berner zu träumen. Deshalb haben sich die Surfer Mänu Gerster und Dani Schmutz zusammengetan und geben ihre Leidenschaft in Lehrgängen weiter. «Die ersten beiden Kurse fanden im August und September mit jeweils zehn Teilnehmern statt», so Gerster. «Wegen der grossen Nachfrage organisierten wir im September einen dritten. Viele, die angefangen hatten, wollten weitermachen.» Momentan planen die beiden Surf-Begeisterten den Ausbau der Kurse.

Typisch beim Bungee-Surfen ist, dass das Seil elastisch ist. Dadurch kann es bis auf das Dreifache seiner Länge gestreckt werden, wodurch beim Zurückschnellen Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern erreicht werden. Das Bungee-Seil wird an einem Brückenpfeiler oder einem Baum befestigt – wichtig ist, dass Strömung vorhanden ist, die für die Geschwindigkeit sorgt. «Vom Feeling her ist es ein Mix zwischen Surfen und Wakeboarden», sagt Gerster. «Als Bretter dienen ganz normale Surfboards, die in den Wellen benutzt werden.»

Sicherheitstraining entscheidend

Ziel des Kurses sei es vor allem, Spass im Wasser zu haben. «Wir zeigen den Teilnehmern natürlich, wie sie vom Brett aufstehen und am Seil surfen können», sagt Gerster. Immerhin hätten es beim ersten Kurs sechs bis acht der zehn Teilnehmer geschafft, aufrecht zu stehen. Besondere Vorraussetzungen zum Bungee-Surfen brauche es nicht. Gerster: «Die Freude am Wasser und der Wille, auf dem Brett stehen zu wollen, reichen aus.»

Beim Bungee-Surfen spielen auch die Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle. So sollten Bungee-Surfer mindestens zu dritt unterwegs sein und stets ein Messer dabei haben, um ein verheddertes Seil durchzuschneiden zu können.

Ein Kurstag kostet 15 Franken pro Person. Damit werden die Unkosten der Veranstalter gedeckt. Ein Fünfliber landet ausserdem im Kässeli des Vereins Flusswelle Bern, der sich für die Realisierung einer stehenden Welle in der Aare einsetzt.

Wer sich für das Bungee-Surfen interessiert, kann die beiden Veranstalter am 9. Oktober im Propeller Bern antreffen. Dort organisieren Mänu Gerster und Dani Schmutz eine «End of Badhosä-Season»-Party.

Link 20 Minuten: Berner lernen das Surfen an der Aare

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