Adventsschmuck statt Erdbeerglace

Die Gelateria di Berna wird zum Deko-Tempel: Wo sich Schleckmäuler im Sommer eine kulinarische Abkühlung verschafften, können sie sich nun mit Adventsschmuck eindecken.

Dekoliebhaber aufgepasst: Vom 20. November bis 24. Dezember geht es in der Gelateria di Berna Breitenrain für einmal weihnachtlich zu und her. Denn die Betreiber der beliebten Eisdiele haben ihr Lokal während der Winterpause an «cinq étoiles» untervermietet, einem fünfköpfigen Frauenteam, das sich dem schöneren Wohnen verschrieben hat. Statt Erdbeerglace gibt es in der Eisvitrine nun rosa Kissen zu kaufen.

«Unser Sortiment reicht von floralen Sachen bis hin zum Küchentuch, Kindergeschirr und allem, was das Wohnen und Schenken schöner macht», sagt Mitbegründerin Ariane Kiener. Mit dem mehrwöchigen Verkauf in der Gelateria erfüllen sich die fünf Gründerinnen einen Traum: «Ein eigener Deko-Laden ist ein Wunsch, den wir schon lange mit uns herumtragen», sagt Kiener. Die Suche nach einem geeigneten Lokal sei jedoch gar nicht so einfach. «Wir möchten irgendwo sein, wo man uns auch sieht. Die Gelateria di Berna bietet uns hierzu die perfekte Plattform – auch wenn es nur vorübergehend ist.»

Nordische Nüchternheit trifft französischen Chic

Ihre Wohnaccessoires beziehen die Bernerinnen hauptsächlich von nordischen Designern und französischen Labels. «Wir arbeiten aber auch mit lokalen Werkstätten zusammen», sagt Kiener, «wie zum Beispiel einem Projekt für Drogenabhängige. Und manchmal legen wir auch selbst Hand an und produzieren immer mal wieder eigene Sachen oder nehmen Blumenaufträge entgegen.» Doch wie kriegt man Wohnaccessoires in eine kleine Eisdiele? «Man muss gut planen, dann klappt das schon», sagt Kiener. «Der Laden in der Gelateria ist klein, aber oho.»

In Bern kommt Adventsstimmung auf

Die Adventsstimmung hat jedoch nicht nur im Lokal der Gelateria Einzug gehalten. Auch die «zwöi feisse Meitli» haben in ihrer Flammchuecheria eine Überraschung parat. «Diesen Samstag kann man bei uns alternative Adventskränze kaufen», sagt Nina Trachsel, eine der Meitlis, «alternativ deshalb, weil sie floral und weniger kitschig als die traditionellen Adventskränze sind.» Ausserdem organisieren die «zwöi feissen Meitlis» am 6. Dezember einen Flohmarkt, in dem neben Secondhand-Kleidern und Accessoires auch der Sirup aus dem Lokal verkauft wird. «Der Flohmi ist von 10 Uhr morgens bis 0.30 nach Mitternacht geöffnet», fügt Mitgründerin Selina Morell hinzu.

Wer es doch lieber traditionell statt alternativ mag, kann seine Weihnachtsdeko auch heuer unter freiem Himmel an den Weihnachtsmärkten auf dem Waisenhaus- und Münsterplatz kaufen. So werden auf dem Waisenhausplatz vom 29. November bis 24. Dezember über 50 festlich dekorierte Holzhütten mit Ständen aufgestellt, in denen sich die Besucher mit Adventsschmuck, Geschenken und Schlemmereien eindecken können.

Link 20 Minuten: Adventsschmuck statt Erdbeerglace

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